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Mittwoch, 08. Februar 2012
Wenn beispielsweise beim Überqueren einer Straße plötzlich ein
Auto mit großer Geschwindigkeit auf Sie zukommt, läßt Sie eine
automatische Angstreaktion rasch zur Seite springen und rettet Ihnen so
vielleicht das Leben. So dienen die körperlichen Veränderungen, die mit
Angst verbunden sind, also ein erhöhter Herzschlag oder eine
starke Durchblutung der Muskeln, zur Vorbereitung des Körpers auf
schnelles Handeln, z.B. rasch wegzulaufen.
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Die Angst vor dem Zahnarzt ist ein Thema, das die Menschen wohl
schon immer außerordentlich beschäftigt hat. Die Zahl entsprechender
Text- und Bildwitze ist kaum übersehbar. Nach einer Studie des Institut
der deutschen Zahnärzte von 1989 zeigen ca. 75 % der
bundesdeutschen erwachsenen Bevölkerung eine leichte bis mittlere
und ca. 15% eine überdurchschnittliche Angstausprägung...
Nur ca. 5% geben an, keinerlei Ängste zu spüren.
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Angst besteht immer aus einem körperlichen Anteil, wie z.B.
Herzrasen, Schwitzen und Verspannung der Muskeln. Außerdem gehören
Gefühle und Gedanken dazu, wie z.B. die Furcht, die Kontrolle zu
verlieren, große Schmerzen zu erleiden oder gar eine Panikattacke
in der Zahnarztpraxis zu bekommen.
Viele Patienten haben wegen ihrer schlechten Zähne auch Schamgefühle und Selbstwertprobleme.
Drittens gehört zur Angst vorm Zahnarzt auch ein sog.
"Vermeidungsverhalten". Sie vermeiden z.B. jede zahnärztliche
Behandlung oder suchen nur bei starken Schmerzen den Zahnarzt im
Notdienst auf...
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Als spezifische Phobien bezeichnen die Ärzte unangemessene und
starke Ängste, die sich nur auf bestimmte Tiere, z.B. Spinnen, und auf
bestimmte Objekte und Situationen richten, z.B. Höhe, Wasser oder
eben auch die starke und übertriebene Angst vor Injektionen oder
vor der zahnärztlichen Behandlung.
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Allgemein bezeichnen wir Ängste als Krankheit, wenn sie
- unangemessen und stärker als notwendig auftreten,
- zu häufig auftreten oder zu lange andauern,
- mit einem Verlust der Kontrolle über das Auftreten und das
Andauern der Ängste verbunden sind und die Angst auch durch Zureden
Ihrer Freunde und Bekannten nicht besser wird,
- dazu führt, dass Sie bestimmten Angstsituationen aus dem
Weg gehen (z. B. Absagen von Zahnarztterminen in letzter Minute)
sie also vermeiden und sich dadurch Einschränkungen in Ihrem
Leben ergeben (z.B. Schmerzmittelmissbrauch bei Zahnschmerzen)
und wenn sie
- starkes Leiden verursachen (z.B. sichtbare Zahnlücken, Unsicherheit).
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Zur Behandlung von Angststörungen stehen viele Möglichkeiten zur
Verfügung. Oft ist allein schon die Ermutigung, sich der
Angstsituation auszusetzen, der erste und beste Weg zur Besserung.
Hauptziel bei allen Therapieverfahren (z. B. Verhaltenstherapie,
Hypnose,..) ist es, dass Sie lernen, Ihre Angst mit verschiedenen
Hilfsmitteln selbst zu überwinden. Bedenken Sie dabei, dass Angst
eine normale Reaktion des Menschen ist und nur dann
behandlungsbedürftig ist, wenn Sie darunter leiden. Es kommt hierbei
darauf an, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen.
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